Amazon AWS und Microsoft Azure dominieren den Cloud-Markt und vereinen zusammen einen erheblichen Teil des weltweiten IaaS-Geschäfts auf sich. Beide sind ausgereift, beide decken nahezu jeden Anwendungsfall ab. Die ehrliche Antwort auf „Welcher ist besser?” lautet deshalb selten „der eine” — sondern „kommt darauf an”. Hier der Vergleich entlang sechs Kriterien.
1. Standarddienste
Bei Compute (EC2 vs. Virtual Machines), Storage und Datenbanken liegen beide eng beieinander. AWS führt bei Reife und Breite des Portfolios mit leichtem Vorsprung; Azure punktet bei der Bedienbarkeit und der Nähe zur Microsoft-Welt. Leichter Vorteil AWS.
2. Preise
Ein direkter Preisvergleich ist trügerisch — zu unterschiedlich sind die Dienste zugeschnitten. Beide bieten Rabatte über reservierte Instanzen und eigene Kostenrechner. In der Praxis geben Unternehmen oft deutlich zu viel für Cloud aus; der eigentliche Hebel ist nicht der Listenpreis, sondern Kostensteuerung und Optimierung. Unentschieden.
3. Support & Community
AWS hat das stärkere Open-Source-Ökosystem und das größere Partnernetz. Azure holt auf, liegt hier aber noch zurück. Vorteil AWS.
4. Globale Verfügbarkeit
Beide betreiben weltweit zahlreiche Regionen und Availability Zones. AWS überzeugt mit latenzarmen Backup-Optionen innerhalb einzelner Regionen; Azure mit geografischer Breite. Leichter Vorteil AWS.
5. Sicherheit
Beide bieten umfassende Dienste für Identität, Key-Management, Monitoring, DDoS-Schutz und Compliance. AWS liegt durch secure-by-default-Konfiguration und konsequente Service-Isolation knapp vorn — Azure spielt seine Stärke bei Enterprise-Kunden mit tiefer Microsoft-Integration aus. Knapper Vorteil AWS.
6. Hybrid & Multi-Cloud
Hier dreht sich das Bild: Azure gewinnt deutlich. Azure Stack und Azure Arc ermöglichen eine überlegene Hybrid-Integration; AWS Outposts deckt vergleichsweise weniger ab. Vorteil Azure.
Das eigentliche Fazit
Nach Punkten geht der Vergleich an AWS — aber das ist die falsche Frage. Beide Plattformen erfüllen die meisten Anforderungen souverän. Entscheidend ist Ihr Kontext: bestehende Microsoft-Landschaft, Hybrid-Bedarf, Souveränitätsanforderungen, vorhandenes Know-how. Nicht selten ist die richtige Antwort ohnehin Multi-Cloud — und damit eine Architektur-, keine Anbieterfrage.
Wie Cloud Cape unterstützt
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